Studien-Design für EM-Filter

Studienobjekt: EM-Filter

In der Studie sollen die Veränderungen analysiert werden, die in der Elektroenzephalografie (EEG) einer gesunden Person während eines Telefongesprächs auftreten können, bei der ein handelsübliches Handy benutzt wird, das den EM-Filter der Firma xxxxx  integriert. 

Studienverfahren:

Die EEG-Aufzeichnungen erfolgen innerhalb einer Faraday-Kammer, um potenzielle elektrische Kontaminationen der Umgebung zu minimieren. Der Probant sitzt auf einem Kunststoffstuhl, der mit einem nichtmetallischen Gelenkarm ausgestattet ist, an dem das Handy fixiert ist, das in der Nähe des rechten Ohrs des Probanten ohne jeglichen physischen Kontakt platziert wird.

Dabei wird ein digitaler Elektrograph verwendet, mit 19 Elektroden die an der Hirnschale nach dem internationalen System 10-20 angeordnet sind. Die EEG-Aufzeichnung ermöglicht anhand der schnellen Fourier-Transformation die Leistungsspektren der Gehirnrythmen δ (0,5 Hz – 3,5 Hz), θ (4 Hz – 7,5 Hz, α (8 Hz – 12,5 Hz) und β (13 Hz – 30 Hz) an den 19 Elektroden des EEG’s zu berechnen.

Die Studie wird an 24 gesunden erwachsenen Versuchspersonen beiderlei Geschlechts vorgenommen.

Während der Aufzeichnungen beharrt der Probant mit geschlossenen Augen unter ruhigen Bedingungen in einem halbdunklen Raum, um den Einfluss durch externe Sinnesreize so gering wie möglich zu halten.

Dem Studienleiter werden bei Auftragserteilung zwei unterschiedlich gekennzeichnete (x/y), jedoch baugleiche 2 EM-Filter übergeben, wobei es sich bei einem um einen funktionslosen Dummy handelt. In einem versiegelten Brief ist festgehalten, welcher von den beiden der Dummy ist. Dieser Brief wird erst nach den EEG-Aufzeichnungen geöffnet. Damit soll eine Beeinflussung der Ergebnisse durch Placebo-Effekte ausgeschlossen werden.

Studienverlauf:

  1. Zuerst wird eine basale Aufzeichnung realisiert, die eine Dauer von 5 Minuten beträgt.  
  2. Anschließend wird von einem Festnetz-Telefon aus ein Anruf an das Handy getätigt, wobei die Versuchsperson dem Anrufer ohne zu antworten zuhört. Die Dauer beträgt wieder 5 Minuten. Die entsprechenden EEG-Signale werden aufgezeichnet.
  3. Es erfolgt eine EEG-Aufzeichnung unter denselben Bedingungen wie bei Punkt 2., wobei diesmal nach dem Zufallsprinzip entweder der EM-Filter (x) oder der EM-Filter(y) am Handy angebracht wird. Beide EM-Filter sollen je 12 mal zum Einsatz kommen.

Auswertung

In Graphiken wird die EEG-Aufzeichnung und das entsprechende Leistungsspektrum für jede einzelne der vorher beschriebenen Situationen dargestellt.  Dabei soll ersichtlich werden, ob und wie im Vergleich zur basalen Aufzeichnung (1) die Aufzeichnung mit dem Handy eine Veränderung aufweist (2) und wie der EM-Filter diese Veränderung reduzieren kann.

Wichtiger Hinweis: Die beiden EM-Filter werden separat angeliefert und dürfen nur in einem Abstand von mindestens 2 Meter gelagert werden, um eine Magnetiserung durch die viskose Remanenz zu vermeiden.